Geige trifft Keksdose

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An der Kita Tönemaler geht es in die nächste Runde: Nachdem wir alltägliche Gegenstände zu Instrumenten umfunktioniert haben, wird nun dafür komponiert. Aber wie kann man ein Stück für Perlen, Eicheln in der Kiste, Tablett mit Gläsern und ein Blatt Papier notieren?

Die Kinder finden schnell Ideen: Lange und kurze Töne kann man durch die Länge der Striche festlegen, die Größe der zeichen bestimmt die Lautstärke. Und dann gibt es noch die „das kling als ob“ Zeichen. Links unten, das muss natürlich so klingen, als ob es regnet. Also leise die Perlen rieseln lassen….

Wenn man die Zeichen in Reige legt, entsteht eine erste Komposition; ein Kind zeigt an, was gespielt wird. Man kann das Stück langsam oder schnell spielen, aber auch vorwärts oder rückwärts, stellen die Kinder fest.

Zum Schluss der Stunde wird noch eine Komposition direkt auf der großen Papierrolle notiert. Und auf einmal stehen zwei Zeichen übereinander, es wird es zweistimmig! Wieder ein neuer Aha-Effekt. Wir zwei KAP-Musiker spielen noch einmal vor, was die Kinder notiert haben und dann wird die Rolle wieder eingerollt.

Bis zum nächsten Mal!

 

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Fotos Christine Mäder

Potsdamer Wassermusiken

Das Wasser spielt nicht nur optisch im Stadtbild Potsdams eine große Rolle. Wasserplätschern, Entengeschnatter und Schiffsmotoren sind an vielen Orten in der Stadt wahrnehmbar. Auch noch weiter weg zu hören ist das Tuten der Gustav, des alten Dampfschleppers, der mittlerweile als Ausflugsdampfer dient und zu einem Potsdamer Wahrzeichen geworden ist.

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Die Klasse 4c der Rosa-Luxemburg-Schule hat sich genau dieses Schiff als Inspirationsquelle für ein Geräusch-Installation und -Aktion ausgesucht. Und um die diversen Klänge dieses Schiffs erst einmal wahrzunehmen und einzufangen, ist eine Fahrt mit der Gustav natürlich Pflicht. Dass sogar die Kaffeetassen im Rhythmus der Maschine klirren, war einer der überraschen „Klangfunde“ der Tour.

Hier eine ertse Zusammenstellung der Dampfer-Geräusche, arrangiert vom KAP-Cellisten Christoph Hampe, der die Klasse künstlerisch begleitet:

Nun kann also mit dem Material „weitergespielt“ werden. Fortsetzung folgt!

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Ein ganz normaler Tag…

Wozu immer Bilder? Es geht doch schließlich um das Hören!
In der 9. Klasse ist bei den Schülern tatsächlich schon ausreichend Abstraktionsvermögen vorhanden, um mit reinen Audio-Files zu arbeiten. Die Klasse 9e des Leibniz-Gymnasiums, betreut vom KAP-Geiger Matthias Leupold und ihrem Musiklehrer Sebastian Hanke, haben reine „Sound-Stories“ erstellt. Zusammengebastelt wurden sie am Computer mit Hilfe der Freeware Audacity, einer Software zur Audio-Bearbeitung.

time-306150_1280Gar nicht so einfach, die gesammelten Geräusche sinnvoll zu kombinieren und das auch noch auf mehreren Spuren… In der Schule wird begonnen, zu Hause arbeiten die Schüler an den eigenen Computern weiter.
Aus Klängen werden so Geschichten; natürlich nicht fehlen darf der natürliche Feind eines jeden Teenagers, der Wecker! Hören Sie
„Everyday the same dream“:

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Immer wieder dankbar zu Verarbeiten sind übrigens auch die Sounds des Nahverkehrs!

Als zweite Klangstory ist hier zu hören
„Alltag in Potsdam“:

Lust bekommen, es selber auch einmal zu probieren? Es geht ganz einfach, Für’s Aufnehmen reicht ein Handy und die Software zum Verarbeiten gibt es hier:
http://www.audacityteam.org/download/

Ein Beitrag von Isabel Stegner
Foto: Jule Stegner