Das Hören Üben

Nun sind auch die „schlauen Igel“ im Hörfieber: Projekttag im Rahmen von „KAPstadt – so klingt Potsdam“. Zusammen mit 24 Schülern der FLEX-Klasse der Rosa-Luxemburg-Schule und der Lehrerein Frau Niemeyer sitze ich im morgendlichen Kreis. Zunächst einmal achten wir auf die leisen Töne: Was hören wir noch, wenn wir ganz still sind? Vögel, Verkehr, da tickt noch eine Uhr. Und manche Schuhe quietschen ganz leise. Hört man etwas, wenn wir ganz vorsichtig ein Blatt Papier im Kreis geben? Ja, sogat das Loslassen der Finger macht ein Geräusch. Die Kinder sind unglaublich still!

Dann wird geraten. Ich habe wieder Klänge auf dem iPad mitgebracht und bin schon wieder begeistert. Die Kinder erkennen sogar Schritte im Schnee und mein Kratzen auf der Geige! Nur das Klicken des Kugelschreibers bleibt unerkannt – das ist wahrscheinlich einfach nicht mehr zeitgemäß….
Flex Photos - 1 von 4Anschließend wird das Aufnehmen geübt. Die Kinder erforschen in kleinen Gruppen ihre Umgebung. Jedes Team hat einen Regisseur, einen Kameramann und einen Tonmeister – vielleicht auch noch einen Tonassistenten. Denn die Klänge sind ja das Wichtigste! Gar nicht so einfach, dass da keiner in die Aufnahme reinquatscht; das fällt meistens erst beim Abhören auf.

Und dann geht es los. Eine große Runde über die Freundschaftsinsel, am Landtag vorbei und über den alten Markt wieder zurück. Leise und naturnah zu Beginn: Vögel, Wasser, Quietschen auf der Rutsche. Dann kommt der Verkehr dazu und immer wieder heißt es: Achtung, Aufnahme!
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Eine Reporterin von Antenne Brandenburg ist mit ihrem Mikro auch dabei. Wie spannend – gleich entstehen kleine „Fachgespräche“ zwischen ihr und den „Tonmeistern“. Mikro möglichst nah dran, das ist wichtig!

Unten ein kleiner Eindruck von unserem Hörausflug – noch nahezu unbearbeitet…

flex-photos-4-von-4.jpgNach fast zwei Stunden kehren wir zurück. Voller Eifer hören die Kinder noch die Klänge ab, die sie gesammelt haben und löschen schon einmal Unbrauchbares. Jede Gruppe darf ihre drei Lieblingsklänge vorstellen. Müde aber begeistert gehen die 24 schlauen Igel dann zum Mittagessen.
Morgen geht es weiter, dann werden wir die Klänge verarbeiten. Wir alle sind wirklich gespannt, was dabei herauskommt!

Ein Beitrag von
Isabel Stegner

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