Berlin, Köln, Niedersachsen – wie klingt es woanders?

Ob es nun Soundscape-Projekt oder Klangbaukasten heißt – auch in anderen Regionen Deutschlands haben Menschen jeden Alters schon typische Klänge gesammelt und verarbeitet.

So zum Beispiel im „Musikland Niedersachsen“: In einem großen SoundScape Projekt wurden hier Klänge aus dem ganzen Land eingefangen und neu gemischt. Im Remix-Wettbewerb hat dann beispielsweise Lennart Kleinschmidt aus Hannover folgenden Beitrag eingereicht, den man auf der Website von Musikland Niedersachsen finden kann:

Für einen Klangbaukasten-Wettbewerb im Rahmen des ARD-Schulkonzerts haben Schüler des Gymnasiums Rodenkirchen die folgendeCologne-Rhapsody kreiert:

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by Thomas Robbin | attributionshare alike

Und der Alexanderplatz in Berlin könnte so klingen – in Musikerohren:


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In Potsdam treffen sich am kommenden Montag Musiker und Lehrer, lernen sich kennen, lassen sich inspirieren. Wir wollen nicht die Projekte anderer kopieren, aber wir lassen uns anregen. Viele Ideen sind im Umlauf, neben der Arbeit mit der App vidibox sollen auch Hörspiele und Klangobjekte entstehen. So viele Möglichkeiten… Los geht’s!

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Geräusch trifft Instrument

Vidibox, Versuchsanordnung 2: Geräusch trifft Instrument.

Noch einmal verarbeiten wir Klänge von unserer Tournee, diesmal eher ungewöhnliche: Ein „ratternder“ Brunnen in Lyon, ein Lach-Flash im Wiener Taxi und „Prost“ aus einem Regensburger Restaurant – kombiniert mit Geige und Klavier. Nachahmen oder Kontrapunkt setzen? Beides ist möglich:

Je mehr wir ausprobieren, desto umfangreicher erscheinen die Möglichkeiten, Stadtklänge kreativ zu verarbeitem.
Nun wird es Zeit, auch Potsdam klanglich zu erforschen. Welche Geräusche sind typisch? Welche Klänge vermitteln uns Potsdamern das Gefühl, zu Hause in einer vertrauten Umgebung zu sein?
Sechs Schulklassen und eine Kita-Gruppe werden in den nächsten Monaten auf Spurensuche gehen. Wir werden berichten….

Ein Beitrag von Isabel Stegner

KAP on Tour @ vidibox

Wir haben gesammelt. Interessante Klänge aus verschiedenen Städten, mit und ohne Bild. Flächige Klänge sind dabei, eher rhythmische Geräusche, mit denen man Akzente setzen kann. Auch musikalische Elemente und Sprachfetzen haben wir aufgenommen. Und nun ist vidibox an der Reihe. Mit der App, die wir alle auf unseren iPads haben, kann man die Aufnahmen zu Collagen verarbeiten, sozusagen mit ihnen komponieren. Akustisch und visuell. Sechzehn Felder können mit verschiedenen Aufnahmen belegt werden, die dann auf Tastendruck wieder abrufbar sind.

Gar nicht so einfach, das Ganze. Erst einmal passende Aufnahmen zusammenstellen, ein pfiffiges Layout finden. Und dann einen Plan im Kopf machen: Womit fängt es an? Was steht am Ende? Nicht zuviel auf einmal, sonst gibt es Klangsalat… Will ich thematisch ordnen oder eher Gegensätze schaffen?

Hier also ein erstes Ergebnis
KAP on Tour @ vidibox:

Fortsetzung folgt….

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Züge und Rollkoffer

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Der tägliche Verkehr, gefühlt macht er 90% dessen aus, was unsere Ohren beim Durchschreiten einer Stadt erreicht. Autos, Straßenbahnen, Züge – das verkehrsbedingte Grundrauschen der Städte ist enorm. Dazu die Unerhaltungen und Ansagen in der jeweiligen Landessprache, sozusagen als das gewisse Extra. Übrigens klingen auch die Autosirenen in jedem Land anders. Und dann noch als Topping dieses allen Großstädtern wohlbekannte, rhythmische Geräusch, der moderne Beat der Reisenden: Der Rollkoffer!
Wie wohltuend klar klingen dagegen doch Schritte im Schnee im ruhigen Vaduz.

Wir beginnen gedanklich zu komponieren. Wir brauchen Klangflächen, pulsierende und repetitive Geräusche und Signalklänge. Die iPads kommen zum Einsatz! Erste Ergebnisse präsentieren wir im nächsten Beitrag.

Ein Beitrag von Isabel Stegner

Die Kirche – der klangliche Mittelpunkt!

Was ist es, das den Klang einer Stadt ausmacht? Als erstes fallen die Kirchen und ihre Glocken ins Auge – oder müsste man sagen „ins Ohr“?
Sie beherrschen viele Städte optisch und akustisch – auf ähnliche Art stehen sie im Zentrum, und dennoch sind sie so verschieden. Manche läuten mit tiefen einzelnen Glocken, andere mit vollem Geläut. Wieder andere können ganze Melodien spielen.
Hier eindrucksvolle Beispiele aus der ersten Woche unserer Reise:

Ein Beitrag von Isabel Stegner